Michael Itschert:

33 Tips für Kleinverleger
Literatur, Adressen, Anregungen

4. erw. und überarb. Auflage. Mainz: Gardez! 1995.


Dieses Buch wurde im Rahmen einer Diplomarbeit "Online Publizieren im Internet" von Jens Bleuel und freundlicher Unterstützung des Gardez! Verlages und der UUNET Deutschland GmbH im Internet zur Verfügung gestellt.

Hinweis: In dieser Online-Version fehlen die Adressen und Ansprechpartner. Bestellinformationen für das vollständige Buch finden Sie hier.


Zitiervorschlag für diese Seite: Itschert, Michael: 33 Tips für Kleinverleger. Literatur, Adressen, Anregungen. 20.12.1995. Online in Internet: URL: http://www.de.uu.net/books/tips/33t.html [Stand *Abrufdatum*].

Hinweise zum Zitieren von Quellen im Internet finden Sie unter
URL: http://pobox.com/~publish/ip/zit.html


Inhaltsverzeichnis



1. Internationale Standard-Buchnummer (ISBN)


Falls Sie Ihre Bücher ausschließlich oder hauptsächlich über den Buchhandel (Sortiment) vertreiben wollen, benötigen Sie unbedingt eine ISBN, denn nur wenn Sie über diese verfügen, können Sie Ihre Bücher in das VLB (Erklärung siehe unten) eintragen lassen. Anhand der ISBN kann man das Buch weltweit identifizieren und bestellen.
Die ISBN besteht aus vier Teilen:

Gegen eine einmalige Gebühr stellt die Buchhändler- Vereinigung Listen mit den den Verlagen zur Verfügung stehenden ISBN - einschließlich der errechneten Prüfziffer - zur Verfügung.
Beachten Sie, daß jede der folgenden Bucherscheinungen eine eigene ISBN haben muß:

Eine eigene ISBN ist nicht erforderlich bei:

Beantragen können Sie eine ISBN für Ihren Verlag bei der [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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2. Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB)


Verzeichnis lieferbarer Bücher 1994/1995. Erscheint im Verlag der Buchhändler-Vereinigung GmbH. Vertrieb durch den K. G. Saur Verlag, München/New Provi dence/London/Paris.
- VLB Autoren - Titel - Stichwörter. Derzeit 24. Ausgabe in 7 Bänden. Erscheint im September. Preis circa 825,- DM.
- VLB ISBN-Register. Derzeit 24. Ausgabe. Erscheint im September. Preis circa 405,- DM.
- VLB Schlagwort-Verzeichnis. Derzeit 17. Ausgabe in 6 Bänden. Erscheint im Oktober. Preis circa 605,- DM.
- VLB Ergänzungsband Frühjahr (jeweilige Jahreszahl). Derzeit 23. Ausgabe. Erscheint im März. Preis circa 185,- DM.
- VLB ISBN-Register zum Ergänzungsband. Derzeit 23. Ausgabe. Erscheint im März. Preis circa 95,- DM.
- VLB aktuell auf CD-ROM. Erscheint 9mal jährlich. Preis circa 1.900,- DM.

Das 1971 erstmals erschienene VLB ist ein wichtiges bibliographisches Hilfsmittel für den Buchhändler (Sortimenter), denn es enthält die von den Verlagen lieferbaren deutschsprachigen Bücher. Das waren 1991 550.000 Titel von 9.500 Verlagen.
Auch für Verleger ist dieses Nachschlagewerk sehr interessant, z.B. um sich einen Überblick über die Konkurrenzliteratur zu einem geplanten Titel zu verschaffen.
Dies ist besonders schnell mit der CD-ROM-Version möglich, die man in Buchhandlungen und Bibliotheken findet. Die auf der CD abgespeicherte Datei läßt sich sowohl nach Schlag- und Stichworten, als auch nach Autoren oder Verlagen und anderen Suchbegriffen durchsuchen, wobei diese auch verknüpft werden können. Es existiert auch die Möglichkeit sich den Kurztitel oder den vollständigen Titel eines Buches anzeigen zu lassen. Bei Bedarf kann man seine Recherche ausdrucken lassen, wenn ein Printer vorhanden ist, oder die benötigten Informationen abspeichern und zu Hause auf dem Personal Computer (PC) weiterverarbeiten lassen. Sie können die CD-ROM-Version, die durch ihre häufigere Erscheinungsweise wesentlich akuteller als das VLB in Buchform ist, auch käuflich erweben (siehe oben), wenn Sie über einen IBM-kompatiblen PC mit CD-ROM-Laufwerk verfügen (eine Version für den Apple Macintosh wird leider nicht angeboten), aber leider ist der Kaufpreis unter Kosten-/Nutzen-Überlegungen für einen Kleinverlag sehr hoch.
Natürlich melden auch Sie Ihre Titel bei der VLB- Redaktion an. Dies ist nicht teuer, für jeden angenommenen Titel werden 2,20 DM, für jede Titeländerung nur 1,20 DM berechnet, wobei pro Jahr ein Mindestbetrag von 20,- DM als Titelgebühr erhoben wird, auch wenn diese Summe aufgrund Ihrer Meldungen nicht erreicht würde. Wenn Sie Ihre Titel für das VLB per EDV anmelden, ist die Anmeldegebühr etwas niedriger: 1,50 DM für jede Titelaufnahme, 0,60 DM für jede Titeländerung. Die Buchhändler-Vereinigung bietet dafür zum Preis von 125,- DM zuzüglich MwSt. das Programm VLB-PCV für alle IBM/DOS-kompatiblen PCs an (läuft unter MS-DOS), das sowohl zur Neuaufnahme als auch zur Pflege von Titeln (Veränderungen, Archi vierungen, Löschungen) dient, die sich bereits in der VLB-Datenbank befinden. Der Datenaustausch findet nun nicht mehr über Papierausdrucke (Titelaufnahme-formulare, Kar teikarten), sondern nur noch in elektronischer Form, d.h. per Diskettendatei, bzw. nach Absprache auch per Datenübertragung (Mailbox) statt. Nach der Bearbeitung durch die VLB-Redaktion werden die aktualisierten Datenträger an den Verlag zurückgeschickt, damit der VLB-Datenbestand stets mit dem PC-Titelbestand übereinstimmt. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß der Verlag seinen VLB-Datenbestand für eigene Zwecke verwenden kann, z.B. für Kataloge und Prospekte.
Außerdem besteht die Möglichkeit, das Programm VLB-PCV bereits mit dem in der VLB-Datenbank gespeicherten Titelbestand des Verlages zu beziehen. Dafür wird einmalig pro Titel 0,15 DM berechnet.
Kostenlose Anmeldeformulare und das Computerprogramm erhalten Sie auf Anforderung bei: [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

Ab dem VLB-Hauptband 1993/94 müssen alle Titel, die der Preisbindung (siehe Kapitel 16) unterliegen, auch mit den Preisen in Österreichischen Schillingen und Schweizer Franken versehen werden.

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3. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.


Der Börsenverein wurde im Jahr 1825 in Leipzig unter der Bezeichnung "Börsenverein der Deutschen Buchhändler" gegründet. Der Begriff "Börse" rührt daher, daß früher während der Buchmessen eine sogenannte "Buchhändler-Börse" als Abrechnungsstelle eingerichtet wurde.
Die politische Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg führte zur Entstehung von zwei Börsenvereinen, dem "Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig" und dem "Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V." in Frankfurt am Main. Inzwischen sind auch diese beiden Institutionen wiedervereint.
Der Börsenverein vertritt als Organisation des herstellenden und verbreitenden Buchhandels in der Bundesrepublik Deutschland die Interessen von rund 6.500 Mitgliedsfirmen (ca. 2.100 Verlage, 4.300 Sortimentsbuchhandlungen, 80 Firmen des Zwischenbuchhandels).
Überlegen Sie sich, ob Sie nicht Mitglied im Berufsverband der Verleger und Buchhändler werden wollen. Sie können dann z.B. günstiger im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel (siehe unter Punkt 4) inserieren und erhalten dieses Verbandsorgan kostenlos. Allerdings ist die Mitgliedschaft eine relativ teures Vergnügen. Verlage mit einer Umsatzhöhe bis zu 200.000,- DM zahlen monatlich circa 57,- DM Beitrag plus den Mitgliedsbeitrag des für Sie zuständigen Landesverbandes (dem Sie ebenfalls beitreten müssen) sowie eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von circa 1.100 DM. Bei Interesse wenden Sie sich an:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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3.1 Anschriften der Landesverbände


[Die Anschriften sind nur im Buch vorhanden]

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4. Buchhändlerische Fachzeitschriften


Neben dem offiziellen Fachorgan, dem Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, das zugleich Anzeigenblatt ist, existieren noch andere Buchhandelszeitschriften mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

-Bertelsmann Briefe.
Diese Zeitschrift, die halbjährlich erscheint, wird Interessenten von der Firma Bertelsmann, dem größten Medienkonzern Europas, auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt.
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel.
Das Börsenblatt, das zunächst wöchentlich erschien, wurde 1834 in der damaligen Buchhandelsmetropole Leipzig ins Leben gerufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierten bis zur deutschen Wiedervereinigung zwei Ausgaben dieses Periodikums. Die Ausgabe für die DDR wurde in Leipzig, die für Westdeutschland in Frankfurt am Main publiziert. Inzwischen gibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nur noch eine Ausgabe mit den Verlagsorten Frankfurt am Main und Leipzig heraus, die zweimal in der Woche erscheint. Der Sitz der Redaktion ist Frankfurt am Main, in Leipzig wurde ein Büro eingerichtet.
Interessant sind auch die Sondernummern, z.B. zu den Buchmessen und Beilagen, (Archiv f. Soziologie und Wirtschaftsfragen des Buchhandels, Aus dem Antiquariat, Buchhandelsgeschichte), die auch separat bezogen werden können.
Jahresabonnement: 732,- DM
Einzelpreis: 9,20 DM
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- Buch. Anzeiger des österreichischen Buchhandels.
Hrsg. v. Hauptverband des österreichischen Buchhandels. Diese Zeitschrift erscheint zweimal monatlich.
Jahresabonnement für Mitglieder: 880,- ÖS
für Nichtmitglieder: 1.760,- ÖS
Einzelhefte für Mitglieder: 40,- ÖS
Einzelhefte für Nichtmitglieder: 80,- ÖS

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- Buchhändler heute. Fachzeitschrift für den gesamten Buchhandel.
Diese Monatsschrift (11 Ausgaben jährlich) richtet sich besonders an Auszubildende.
Jahresabonnement Inland: 106,- DM
Einzelheft: 12,- DM

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- BuchMarkt. Das Ideenmagazin für den Buchhandel.
Eine monatliche Schrift mit zahlreichen Fachartikeln.
Jahresabonnenment: 327,42 DM
Einzelpreis: 29,- DM

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- Buchreport. Fachmagazin für den deutschsprachigen Buchhandel.
Diese Schrift aus dem Harenberg Verlag wird wöchentlich publiziert.
Jahresabonnement: 654,- DM zuzüglich Porto und MwSt.
Einzelpreis: 22,- DM zuzüglich Porto und MwSt.

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

- Der Schweizer Buchhandel. Offizielles Organ des Schweizerischen Buchhändler- und Verlegerverbandes, d. ALSI, d. SESI, d. VEBUKU.
Hrsg. v. vom Schweizerischen Buchhändler- und Verlegerverband. Dieses Ver-bandsorgan erscheint halbmonatlich.
Jahresabonnement Ausland: 180,- SF
Einzelheft Ausland: 9,- SF

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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5. CIP-Kurztitelaufnahme der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main


Nutzen Sie die Möglichkeit, auf Ihre Titel bereits vor dem Erscheinen hinzuweisen, besonders wenn Sie wissenschaftliche Literatur publizieren. Dies ist durch die innerhalb der Deutschen Bibliographie seit 1975 wöchentlich erscheinende Reihe N "Neuerscheinungs- Sofortdienst" (CIP) möglich, die Neuerscheinungen der Verlage, die ihre Bücher bei der CIP-Redaktion anmelden, mehrere Wochen vor dem Erscheinen - nach Schlagworten gegliedert - mit dem geplanten Erscheinungstermin anzeigt. CIP ist eine Abkürzung für Cataloging in Publication (Titeleintrag im Buch selbst) und erleichtert den Bibliotheken die Information über für sie interessante Neuerscheinungen und die Titelaufnahme bei Erwerb.
Wenn Sie an dem CIP-Programm teilnehmen, füllen Sie einen dem VLB-Anmeldeformular entsprechenden Antrag aus und senden diesen an die CIP-Redaktion in Frankfurt/M., von dort erhalten Sie einige Zeit später eine Satzvorlage. Das Anmel deformular wird von der CIP-Redaktion routinemäßig an die VLB-Redaktion weitergegeben, so daß eine Extra- Anmeldung für das VLB entfällt. Allerdings müssen Sie nun alle Titel über die CIP-Redaktion anmelden, denn Anmeldungen einzelner Titel, die nur in das VLB-aufgenommen werden sollen, akzeptiert die VLB-Redaktion nicht.
Im Buch befindet sich der CIP-Eintrag auf der Haupttitelrückseite.
Für weitere Informationen und die kostenlosen Anmeldeformulare wenden Sie sich an:

[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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6. Adressenverzeichnisse für den deutschen Buchhandel


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6.1. Adreßbuch für den deutschsprachigen Buchhandel


Sobald sie über eine ISBN (siehe Kapitel 1) verfügen, werden Sie automatisch und kostenlos in das Adreßbuch für den deutschsprachigen Buchhandel aufgenommen.
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

Dieses dreibändige Adreßbuch mit circa 30.000 Adressen des herstellenden und verbreitenden Buchhandels im In- und Ausland ist ein wichtiges Nachschlagewerk. Es erscheint jährlich neu, meistens im Juli.

Band 1 "Verlage" enthält:
Anschriften von Verlagen
- Bundesrepublik Deutschland (firmen- und ortsalphabetisch)
- Österreich (firmen- und ortsalphabetisch)
- Schweiz (firmen- und ortsalphabetisch)
- andere Länder (länderalphabetisch, innerhalb der Länder firmenalphabetisch)
Kreditorisches Verzeichnis der Verkehrsnummern im Buchhandel
ISBN-Nummer in der Bundesrepublik Deutschland (inklusive erloschener Firmen)
ISMN-Verzeichnis der Verlage
Telefaxverzeichnis der Verlage (firmenalphabetisch)
ERFA-Gruppen des Buchhandels
Verzeichnis literarischer Agenturen
Verzeichnis der Verlagsvertreter
Verlagsauslieferungen (jeweils firmenalphabetisch die ausliefernden Verlage)
Gesamtregister zu Band 1

Band 2 "Buchhandel" enthält:
Anschriften von Buchhandlungen
- Bundesrepublik Deutschland (ortsalphabetisch)
- Österreich (firmen- und ortsalphabetisch)
- Schweiz (firmen- und ortsalphabetisch)
- andere Länder (länderalphabetisch)
Verzeichnis der Musikalienhändler
Debitorisches Verzeichnis der Verkehrsnummern im Buchhandel
Telefaxverzeichnis der Buchhandlungen (länderalphabetisch)
Dürkheimer Kreis
Gesamtregister zu Band 2

Band 3 "Organisationen" enthält:
nationale und internationale Verbände und Vereinigungen des herstellenden und verbreitenden Buchhandels inklusive fachverwandter Verbände, Vereinigungen, Ar beitsgemeinschaften u.ä., die Anschriften der internationalen und nationalen ISBN-Agenturen, eine Übersicht der wichtigsten internationalen Buchmessen und sonstige buchhandelsrelevante Anschriften sowie ein Gesamtregister zu Band 3.

Die Bände können bei der [Anschrift ist nur im Buch vorhanden] bezogen werden und kosten zusammen 168,- DM; einzeln: 83,- DM (Band 1), 81,- DM (Band 2), 22,- DM (Band 3).

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6.2. Deutschsprachige Verlage


Von der Schiller-Buchhandlung in Köln wird ebenfalls ein Adreßbuch herausgegeben, das circa. 20.000 Anschriften enthält. Im Anhang befindet sich eine Aufstellung literarischer Agenturen, ISBN-Register und Verlage nach Fachbereichen geordnet. Auf der dritten Umschlagseite sind deutsche Auslieferfirmen aufgeführt, die Bücher aus dem Ausland liefern können. Eine anhängende Klappe nennt alphabetisch geordnet Barsortimente und Grossisten.

Deutschsprachige Verlage 1995/96.
Deutschland - Österreich - Schweiz - und internationale Verlage mit deutschen Auslieferungen. 45 Jg. Ausgabe 1995/96. cica 980 Seiten. 98,25 DM/716,20 öS/91,82 sFr. ISBN 3-87856-044-3.
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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7. Adreßbuch der Druckindustrie


Wo finden Sie die Adressen deutscher, österreichischer oder schweizerischer Drukkereien, Setzereien, Buchbindereien, Reproduktionsbetriebe, Spezialdruckereien, Verbänden der Druckindustrie, Fachzeitschriften, Bildungsstätten etc.?

Im:
Polygraph Adreßbuch der Druckindustrie. Deutschland - Österreich - Schweiz. 47. Ausgabe. Frankfurt am Main: Polygraph Verlag GmbH 1994. circa 1400 Seiten. 164,- DM. (123,- DM im Abonnement).


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8. Besuch beim Buchhändler


Am besten besuchen Sie die Buchhandlungen erst nach vorherigen Terminabsprache. Wenn dies nicht möglich ist, wählen Sie am besten den Vormittag, weil die Buchhändler dann mehr Ruhe für ein Gespräch haben.
Stellen Sie kurz und präzise Ihre Titel vor. Geben Sie an, was in den Büchern steht, für welchen Leserkreis (Zielgruppe) sie gedacht und wer die Verfasser sind (bei be kannten Namen ist dies ein zusätzlicher Werbeeffekt). Wichtig sind auch die Intention des Autors, der Ladenpreis und die von Ihnen gewährten Konditionen (Rabatte etc.).
Wurde ein Buch in der lokalen oder überregionalen Presse besprochen, sollten Sie dies unbedingt erwähnen.
Der Buchhändler muß die Gelegenheit erhalten ein Ansichtsexemplar oder zumindest Textproben durchzublättern und anzulesen - was teilweise mit einer erstaunlichen Lesegeschwindigkeit geschieht -, um eventuell Fragen zu dem Text stellen zu können.
Treten Sie selbstsicher und von Ihren Büchern überzeugt beim Buchhändler auf.

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9. Bezugsformen


Im Buchhandel sind folgende Bezugsformen üblich:

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9.1. fest


Der Buchhändler kauft auf eigene Rechnung Bücher, die er nicht wieder zurücksenden kann, es sei denn, daß z.B. ein falscher Titel geliefert wurde. Die Bezahlung erfolgt nach dem Erhalt des Buches innerhalb einer vereinbarten Zahlungsfrist. Bis zur Begleichung der Rechnung bleibt die Ware Eigentum des Verlages (Eigentumsvorbehalt § 455 BGB).

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9.2. bedingt oder a.c. (à condition = in Kommission)


Der Buchhändler nimmt die Bücher in Kommission, wobei sie weiterhin Eigentum des Verlages bleiben, also auch bei der Inventur zum Vermögen des Verlages gehören.
Die Bücher werden mit einem Lieferschein an den Buchhändler geliefert, eine Rechnung wird erst ausgestellt, wenn der Buchhändler abrechnet und eventuelle Restbestände an den Verlag zurücksendet.
Da die Abrechnung durch den Buchhändler nur halbjährlich oder teilweise sogar nur jährlich erfolgt, dauert es sehr lange, bis Sie Ihr Geld bekommen. Außerdem sind die zurückgesandten Bücher meist sehr unansehnlich. Deshalb sollten Sie versuchen, den Buchhändler durch attraktive Rabatte für einen Festbezug und Barzahlung zu gewinnen.
Gelingt Ihnen dies nicht, dann geben Sie Ihre Bücher auf jeden Fall in Kommission, denn der Hauptvertriebsweg für Bücher sind nun einmal die Buchhandlungen.

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9.3. fest mit RR (RR = Remissionsrecht)


Die Bücher werden vom Buchhändler fest bestellt, allerdings räumt der Verlag eine Remissionsfrist ein (meist 1 bis 3 Monate), innerhalb der die Bücher als Remittenten zurückgeschickt werden können.
Die Bezahlung der Ware erfolgt innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist, die meistens mit der Remissionsfrist identisch ist, aber auch kürzer sein kann.
Durch das Rückgaberecht des Buchhändlers kann es sein, daß Sie einen bereits erhaltenen Betrag zurückerstatten müssen. Dafür haben Sie bei dieser Bezugsform den Vorteil, daß Sie Ihr Geld schnell erhalten, und der Buchhändler wegen der Rückga bemöglichkeit eher zum Erwerb Ihrer Bücher bereit ist.

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10. Rabatte, Skonto, Valuta


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10.1. Rabatte


Der Rabatt ist der prozentuale Abschlag vom Ladenpreis, der dem buchhändlerischen Wiederverkäufer eingeräumt wird. Die üblichen Rabattsätze bewegen sich zwischen 20 und 50 Prozent, ihre Höhe ist abhängig von der Bezugsform (siehe Kapitel 9.), der Bestellmenge und der Art der Literatur. Werden bei der Belletristik im Durchschnitt 40 Prozent Rabatt gewährt, sind es bei Fachbücher nur 20 bis 35 Prozent, weil der Buchhändler die Nachfrage nach diesen Titeln, z.B. wegen Vorbestellungen, besser abschätzen kann.
Bestellt der Buchhändler die Bücher fest (siehe Kapitel 9.1.), dann sollten Sie einen hohen Rabatt, z.B. 40 Prozent einräumen.
Nimmt er sie nur in Kommission (siehe Kapitel 9.2.), dann genügt ein Rabatt um die 30 Prozent.
Durch das Angebot eines Mengen- bzw. Staffelrabatts (z.B. 35 Prozent bei 1 bis 4 Exemplaren, 37,5 Prozent bei 5 bis 9 Exemplaren) können Sie versuchen, den Buch händler zur Abnahme größerer Mengen zu animieren.
Eine besondere Form des Mengenrabatts ist der sogenannte Partiebezug, bei dem z.B. 10 Exemplare mit einem Rabatt von 35 Prozent und ein elftes Exemplar kostenfrei geliefert werden. In deisem Fall beträgt der effektive Rabatt 40,9 Prozent.
Durch zeitlich begrenzte Rabatte, z.B. durch einen erhöhten Rabattsatz vor der Drucklegung des Buches, können Sie versuchen möglichst viele Vorbestellungen zu erhalten, und gegebenenfalls die Auflagenhöhe nach oben oder unten korrigieren. Allerdings erzielen Sie dadurch einen geringeren Erlös.

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10.2. Skonto


In Ihren Liefer- und Zahlungsbedingungen können Sie als Verleger dem Sortimenter bei vorzeitiger Zahlung einen Preisnachlaß von in der Regel 2 bis 3 Prozent einräumen.
Überlegen Sie sich den Einsatz dieses Mittels gut, weil das Skonto für den Verlag einen teuren Kredit darstellt (denn bei einem Zahlungsziel von einem Monat und 2 Prozent Skonto bei sofortiger Zahlung entspricht dies einem effektiven Jahreszins von 24 Prozent). Außerdem ziehen größere Buchhandlungen teilweise auch Skonto ab, wenn Ihnen keiner gewährt wurde, wogegen man wegen des geringen Streitwerts wenig unternehmen kann. Es bietet sich lediglich an, bei der nächsten Bestellung dieser Buchhandlung den voraussichtlichen erneuten Skontoabzug durch entsprechende Bezugskonditionen zu egalisieren.

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10.3. Valuta


Das Ausstellungs- und das Wertstellungsdatum der Rechnung sind hier nicht identisch, sondern das Wertstellungsdatum liegt später. Die Frist für den Skontoabzug und das Zahlungsziel beginnen erst ab dem Wertstellungsdatum.

Ein Beispiel: Rechnungsdaum = 10. April 1995, Valuta 10. Juni 1995, Zahlungsziel 14 Tage.

Damit ist die Rechnung am 24. Juni 1995, d.h. 14 Tage nach dem Valuta-Datum, fällig.

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11. Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft (BAG) und Verkehrsnummer


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11.1. Buchhändler-Abrechnungs- Gesellschaft (BAG)


Die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft wurde 1922 in Leipzig zur Rationalisierung des Zahlungs- und Abrechnungsverkehrs zwischen Verlagen und Sortimenten gegründet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie 1953 in Frankfurt am Main wiederbelebt. Um an dem BAG-Abrechnungsverfahren teilnehmen zu können, muß der Verlag eine Verkehrsnummer besitzen.

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11.2. Verkehrsnummer


Um eine Verkehrsnummer zugeteilt zu bekommen, müssen Sie Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels sein.
Man unterscheidet Kreditorennummern (Nummern 10.000 bis 17.499), die Verlage und Zwischenbuchhandlungen erhalten und
Debitorennummern (20.000 bis 59.999), die Bucheinzelhandlungen, Zwischenbuchhandlungen und Verlage für ihre Bestellungen erhalten.

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12. Verlagsvertreter


Die meisten Kleinverleger fungieren auch als ihre eigenen Vertreter, denn es ist für sie aus finanziellen und programmatischen Gründen sehr schwierig, Verlagsvertreter zu finden, die ihr Programm in den Buchhandlungen präsentieren.
Durch die Kooperation mit verschiedenen anderen Kleinverlagen läßt sich aber unter Umständen die Verpflichtung eines gemeinsamen Vertreters realisieren.
Nähere Informationen erhalten Sie z.B. beim:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

Interessant ist auch der Band:
Verlagsvertretungen 1995/96. Deutschland - Österreich - Schweiz. 3. Jg. Ausgabe 1995/96. circa. 300 Seiten. 39,75 DM/289,77 öS/37,15 sFr. ISBN 3-87856-046-X.
Im Teil I sind circa 1500 Verlagsvertretungen mit Angabe des Hauptreisegebietes und der vertretenden Verlage aufgeführt. Im Teil II findet man die Verlage mit Angabe ihrer Verlagsvertretungen und der Reisegebiete. Im Teil III besteht die Möglichkeit, unter den Hauptreisezonen die entsprechenden Vertretungen zu finden.

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13. Zwischenbuchhandel: Barsortiment, Bestellanstalten und Verlagsauslieferung


Das Barsortiment (Fachgroßhandel des Buchhandels) unterhält ein breites Buchlager mit bis zu circa 200.000 Titeln, die in eigenen Katalogen und teilweise auf CD-ROM verzeichnet sind. Mittels von Bücherwagen, die täglich die Buchhandlungen in der Bundesrepublik Deutschland anfahren, wird die Belieferung der Sortimenter mit dort nicht vorrätigen Büchern von in der Regel einen auf den anderen Tag gewährleistet. Damit Buchhandlungen an weit entfernt liegenden Orten nicht benachteiligt sind, werden für den Bücherwagendienst entfernungsunabhängige Gebühren erhoben.
Die von den Barsortimenten angebotenen Dienstleistungen haben natürlich ihren Preis, in der Regel werden 50 Prozent Rabatt von den Verlagen eingeräumt. Dafür beliefert das Barsortiment auf eigene Rechnung und auf eigenen Namen die Buchhandlung zu dem Preis, zu dem Verleger Einzelexemplare verkaufen.
Dagegen liefert die Verlagsauslieferung (auch Verleger- Kommissionär genannt) die Bücher im Auftrag, im Namen und für Rechnung des Verlages aus.
Je nach den im Auslieferungsvertrag vereinbarten Leistungen übernimmt die Auslieferung neben dem Verpacken und Versenden der Bücher auch die Fakturierung, die Kundenbuchhaltung und das Mahnwesen. Als Vergütung für ihre Dienstleistungen erhält die Auslieferung eine Provision, die z.B. einen bestimmten Prozentsatz vom Umsatz betragen kann.
Für die meisten Kleinverlage ist es allerdings schwierig, mit ihren Titeln in das Barsortimentsprogramm aufgenommen zu werden, da ihre Bücher nach Einschätzung der Barsortimenter dort in der Regel nicht oft genug abgerufen würden und damit nicht rentabel sind. Ähnlich schwer ist es für einen Kleinverlag eine geeignete Fremdauslieferung zu finden, da sich der mit ihm zu realisierende Umsatz zu klein ist, deshalb liefern viele selber aus.
Aufgrund dieses Umstandes werden Sie häufig Post oder Faxe von den Bestellanstalten erhalten, da viele Buchhandlungen mittels elektronischer Datenfernübertragung (DFÜ) ihre Verlagsbestellungen an die Bestellanstalten weiterleiten. Diese werden dort gebündelt - wodurch sich die Buchhändler teure Einzelbestellungen bei den jeweiligen Verlagen ersparen - und den Verlagen bzw. deren Verlagsauslieferungen übermittelt. Dies geschieht enweder via DFÜ, per Fax oder per Post, abhängig von der technischen Ausstattung der Verlage bzw. ihrer Auslieferungen.
Neben den Bestellanstalten der Barsortimente existiert auch der Informationsverbund Buchhandel (IBU), der zur BAG (siehe Kapitel 11.1.) gehört und mit der Intention gegründet wurde, eine von den Barsortimentern unabhängige zentrale Bestellanstalt ins Leben zu rufen.

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13.1. Anschriften von Barsortimenten und Verlagsauslieferungen


[Die Anschriften sind nur im Buch vorhanden]

Weitere Anschriften von Barsortimenten und Verlagsauslieferungen entnehmen Sie bitte dem Band 1 des Adreßbuches für den deutschsprachigen Buchhandel (siehe Kapitel 6.1.) oder dem Band:
Verlagsauslieferungen 1995/96. Verlagsauslieferungen mit Angabe der vertretenen Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2. Jg. Ausgabe 1995/96. circa 120 Seiten. 27,- DM/196,79 öS/25,23 sFr. ISBN 3-87856- 045-1.

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14. Subskription


Eine Möglichkeit, sich einen Überblick über die Absatzchancen seines geplanten Buches zu verschaffen, ist die Ausgabe von Subskriptionslisten, in die sich die Subskribenten eintragen und damit verpflichten, das Buch beim Erscheinen zu einem bestimmten Preis zu erwerben. Als Entscheidungshilfe kann man den Kunden z.B. ein Vorabexemplar zur Einsicht anbieten. Sollten sich unerwartet wenig angesprochenene Personen bereitfinden, den Titel zu subskribieren, dann nehmen Sie besser von der Produktion des Buches Abstand, besonders wenn es sich um ein Fachbuch handelt.
Bei bestimmten Titeln sind die Kunden vielleicht bereit, das Buch schon vor dem Erscheinen zu bezahlen und es auf diese Weise vorzufinanzieren.

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15. Pflichtexemplar


In der Bundesrepublik Deutschland muß jeder Verlag laut Pflichtstück-Verordnung je 1 Exemplar pro Neuerscheinung sofort nach dem Erscheinen an (1) die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main und (2) an die Landesbibliothek in dem Bundesland, wo der Verlag seinen Hauptsitz hat, senden, oder zur Ablieferung anbieten.
Welche Landesbibliothek für Sie zuständig ist, erfahren Sie z.B. beim Landesverband des Börsenvereins in Ihrem Heimatbundesland. In einigen Bundesländern besteht die Abgabepflicht nicht.
Seit der deutschen Wiedervereinigung muß auch 1 Exemplar pro Neuerscheinung an die Deutsche Bücherei in Leipzig abgegeben werden. Allerdings sollen die insgesamt zwei Pflichtexemplare für Frankfurt am Main und Leipzig nur an einen Standort geliefert werden. Für die Erwerbung und Erschließung der Publikationen aus den alten Bundesländern (mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen und Berlin) ist Frankfurt am Main zuständig, Leipzig für die neuen Bundesländer sowie Nordrhein-Westfalen und Berlin.

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15.1. Anschriften


[Die Anschriften sind nur im Buch vorhanden]

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16. Preisbindung


Um eine flächendeckende Versorgung mit Literatur zu gewährleisten, existiert in der Bundesrepublik Deutschland von seiten des Gesetzgebers die Möglichkeit der Preisbindung für Bücher. Der Ladenpreis wird vom Verleger festgelegt, und nur zu diesem Preis darf das Buch von den Buchhändlern verkauft werden.
Auch der Verleger ist an den Preis gebunden. Deshalb darf er an den Buchhändler nur mit Rabatt verkaufen und Bücher an den Autor nicht günstiger abgeben, als an den Buchhändler, dem der höchste Rabattsatz gewährt wurde.
Durch Anzeige im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel kann der Ladenpreis aber aufgehoben werden, z.B. damit man die Restauflage mittels des Modernen An tiquariats verramschen kann.
Sie können sich aber auch dafür entscheiden, einzelne oder alle ihre Bücher ohne Preisbindung anzubieten, allerdings müssen Sie z.B. in ihren Prospekten durch den Hinweis "unverbindliche Preisempfehlung" dies kenntlich machen.

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17. Titelschutz


Sobald der Titel Ihres neuen Buches feststeht, sind Sie mit der Frage konfrontiert, ob dieser Titel nicht bereits bei einem lieferbaren Buch verwendet worden ist. Denn unter bestimmten Voraussetzungen besteht für den Titel eines Werkes wettbewerbsrechtlicher Titelschutz (gemäß Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) § 16). Voraussetzung dafür ist, daß der Titel Unterscheidungskraft besitzt. So wäre die Titelbezeichnung "Buchführung" (sogenannter schwacher Titel) nicht schützenswert, im Gegensatz zu "Buchführung einmal ganz anders" (sogenannter starker Titel).
Verwenden Sie einen bereits geschützten Titel, dann kann der Rechteinhaber (Verlag etc.) rechtliche Schritte gegen Sie einleiten. Dies kann zur Folge haben, daß Sie die gesamte Auflage umcovern oder sogar einstampfen müssen.
Deshalb sollte das Lektorat vorher mit Hilfe des Verzeichnisses der lieferbaren Bücher (VLB) (siehe Kapitel 2.) prüfen, ob ihr geplanter Titel bereits existiert. Dies reicht aber nicht aus, denn es gibt auch Titel, die noch nicht erschienen sind, für die aber bereits Titelschutz angemeldet wurde. Damit alle in Frage kommenden Möglichkeiten berücksichtigt werden, sollten Sie eine umfassende bibliographische Recherche von der Deutschen Bibliothek (Anschrift siehe unter Kapitel 15.1.), oder - besonders wenn Sie es eilig haben - von der [Anschrift ist nur im Buch vorhanden] durchführen lassen. Die Recherche des Auskunftsbüros kostet allerdings Gebühren, hat aber neben dem Zeitfaktor weitere Vorteile, so kann man, wenn man im Planungsstadium anonym bleiben möchte, die Titelschutzanzeige unter dem Namen der Agentur schalten lassen.
Wenn bei der Überprüfung festgestellt wurde, daß der anvisierte Titel noch frei ist, erheben Sie durch eine Anzeige im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Titelschutzanspruch. Die Anzeige muß folgendenmaßen lauten: "Unter Hinweis auf § 16 UWG nehmen wir Titelschutz in Anspruch für (Titel) (Name und Anschrift des Verlages)".
Das Werk muß dann innerhalb einer angemessenen Frist erscheinen, sonst erlischt der Titelschutz.

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18. Urheberrecht


"Das Urheberrecht schützt den Urheber eines Werkes der Literatur, Wissenschaft oder Kunst gegen die unbefugte wirtschaftliche Auswertung seiner schöpferischen Leistung und gegen Verletzung seiner ideellen Interessen am Werk."
(Urheber- und Verlagsrecht. dtv 5538. 14,80 DM, S. XI)
Jedes Manuskript ist durch Gesetz geschützt, ein Urheberrechtsschutz muß nicht angemeldet werden.

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18.1. Schutzfristen (UrHG §§ 64-71, 129)


Allerdings können Urheber, die ihr Werk anonym oder unter einem Pseudonym veröffentlicht haben, ihren Namen in eine Urheberrechtsrolle beim deutschen Patentamt eintragen lassen, wodurch ihre Veröffentlichung ebenfalls bis 70 Jahre nach ihrem Ableben geschützt ist.
Bis zum Jahr 1965 betrug die Schutzfrist in der Bundesrepublik Deutschland nur 50 Jahre.

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18.2. Sonderfall Vereinigte Staaten von Amerika


Während in den meisten Ländern Urheberrechtsschutz ohne jegliche Formalien gewährt wird, lassen sich in den Vereinigten Staaten die einzelnen Ansprüche besser durchsetzen, wenn die Werkexemplare den sogenannten Copyright- Vermerk enthalten ("Copyright" oder "Copr" oder das Symbol "©") und wenn das Werk beim Register of Copyrigths hinterlegt und registriert wurde. Neben dem Copyright-Vermerk muß das Jahr der Erstveröffentlichung und der Name des Urhebers bzw. des Verlages im Impressum genannt werden. Ist ein Verlag der Rechteinhaber, dann muß auch der Verlagssitz (z.B. Mainz) angegeben werden.
Ein Antragsformular erhalten Sie kostenlos bei:

Register of Copyrights, Copyright Office
Library of Congress
(Eine der größten Bibliotheken der Welt, die ursprünglich nur für den Bedarf der Kongreßabgeordneten ins Leben gerufen wurde.)
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

Die Registrierung kostet circa 10 US-Dollar, außerdem müssen zwei Exemplare an das Copyright-Office abgeliefert werden.


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19. Zitieren


Ohne Genehmigung darf man aus unveröffentlichten Manuskripten nicht zitieren.
Wurde das Manuskript veröffentlicht, z.B. durch eine Autorenlesung im Fernsehen, dann es in Form des Kleinzitats (UrhG § 51 Satz 2) zitiert werden. Dabei ist eine Quellenangabe ohne Verlagsangabe (UrhG § 63) notwendig.
Erschienene Werke dürfen sogar vollständig in Form des Großzitats (UrhG § 51 Satz 1) zitiert werden, wenn dies aus wissenschaftlichen Gründen notwendig ist. Dabei ist eine Quellenangabe mit Verlagsangabe (UrhG § 63) notwendig.
Für beide Arten des Zitierens gilt: Änderungsverbot (UrhG § 62).

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20. VG Wort


"Die Verwertungsgesellschaft Wort (...) nimmt für Autoren und Verlage treuhänderisch jene urheberrechtlichen Nutzungsrechte wahr, die durch den Einzelnen nicht wahrgenommen werden können (...)." (Merkblatt der VG Wort)
Dabei handelt es sich z.B. um das Einziehen der Bibliothekstantieme (Nutzungsgebühr für ausgeliehene Bücher) oder um die Abgaben, die Aufsteller von Kopiergeräten entrichten müssen. Damit Sie bei der einmal jährlich stattfindenden Ausschüttung der eingenommenen Gebühren berücksichtigt werden, schließen Sie einen Verwertungsvertrag mit der VG Wort ab, der übrigens kostenlos ist.
Formulare erhalten Sie bei: [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]
Derzeit nimmt die VG Wort Rechte von mehr als 110.000 Autoren und 3.500 Verlagen wahr.
In den neuen Bundesländern wenden Sie sich an: [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]
In Österreich: [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]
In der Schweiz: [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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21. VG Bild-Kunst


Wie die VG-Wort nimmt die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst für ihre Mitglieder (Bildende Künstler, Fotografen und Grafik-Designer) solche Rechte und Ansprüche wahr, die durch den Einzelnen nicht wahrgenommen werden können.
Dabei handelt es sich z.B. um die Überwachung der Reproduktionsrechte. Dies kann für Sie als Verleger von Bedeutung sein, z.B. wenn Sie die Abbildung eines Gemäl des auf dem Schutzumschlag verwenden wollen. Wird der Bildende Künstler von der VG Bild-Kunst vertreten, müssen Sie bei der Gesellschaft eine Abdruckgenehmigung einholen und einen entsprechenden Betrag zahlen.
Auch Sie als Verleger können einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Bild-Kunst abschließen, wobei 30 Prozent des Verteilungsbetrages auf den Verlag und 70 Prozent auf den Urheber entfallen. Die Mitgliedschaft in der VG Bild-Kunst ist kostenlos, die Einnahmen werden auf der Grundlage eines Verteilungsplanes ausgeschüttet.
Wahrnehmungsverträge erhalten Sie bei der:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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22. Verleger-Inkasso-Stelle


Die Verleger-Inkasso-Stelle wurde 1949 als Nachfolgerin der Leipziger Institution des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wieder gegründet.
Mit Hilfe von 50 Mitarbeitern und einer modernen EDV-Anlage werden die Forderungen von derzeit 1.400 Auftraggebern eingezogen.
Der Verleger tritt seine Forderungen an die Inkasso-Stelle ab, die in eigenem Namen den Buchhändler zur Zahlung auffordert. Zur Zeit werden 83 Prozent der überfälligen Forderungen von der Inkasso-Stelle eingetrieben, wobei kein Erfolgshonorar berechnet wird. Konnte der Schuldner nicht aufgefunden werden oder ist zahlungsun fähig, dann fallen Kosten in Höhe von 55,- DM zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer für den Verlag an.
Die Mitgliedschaft bei der Inkasso-Stelle kostet jährlich 170,- DM und kann jederzeit gekündigt werden.
Ein weiterer Service ist die Vorabbonitätsprüfung von Buchhandlungen, die zwischen 5,- und 15,- DM kostet, wenn man keine Aufnahme eines Inkassoverfahrens wünscht.
Als Fazit kann festgehalten werden: Der Verlag spart durch diese Institution Zeit, Geld und Nerven.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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23. Frankfurter Buchmesse und Leipziger Buchmesse


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23.1. Frankfurter Buchmesse


Die Frankfurter Buchmesse findet jährlich zwischen Ende September und Anfang Oktober statt und ist weltweit die größte Veranstaltung rund ums Buch. Seit einigen Jahren wird sich in einer Sonderhalle auch dem Bereich Electronic Publishing gewidmet.
Fraglich ist nur, ob es sich für einen kleinen Verlag rentiert, auf dieser Messe auszustellen, denn die Kosten für Standmiete, Unterkunft etc. sind recht hoch. Die preiswerteste und damit eingeschränkteste Möglichkeit, sich dort zu präsentieren, kostet circa 1.000,- DM. In diesem Fall teilt man sich mit einem anderen Verlag eine kleine Koje.
Außerdem hat sich die Messe gewandelt. Orderten früher die Sortimenter die Neuerscheinungen der Verlage auf der Messe, so haben Sie heute die Bücher bereits bei dem Verlagsvertreter auf dessen "Herbstrundreise" bestellt.
Wenn Lizenzausgaben von ausländischen Verlagen ein wichtiges Standbein Ihres Verlages bilden, sollten Sie allerdings eine Teilnahme an der Messe in Erwägung ziehen.
Bei Interesse wenden Sie sich an die:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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23.2. Leipziger Buchmesse


Mit der jährlich im März veranstalteten Leipziger Buchmesse soll an die alte Tradition Leipzigs als Buch- und Messestadt angeknüpft werden.
Diese Frühjahrmesse ist allerdings keine Ordermesse, sondern hauptsächlich nützlich um Kontakte zu knüpfen, vornehmlich nach Osteuropa.
So präsentieren sich dort im jährlichen Wechsel die Nationen Mittel- und Ost-Europas und es existiert das Ost- West-Forum als Kommunikationsforum zwischen den osteuropäischen Verlegern, Buchhändlern sowie Bibliothekaren und ihren westeuropäischen Kollegen.
Mit dem literarischen Rahmenprogramm wird das Publikum zusätzlich angesprochen.
Trotz dieser Bemühungen - zu denen auch das Fachbuch- und Wissenschaftsforum zählt - ist es fraglich, ob es sich für Sie als Kleinverleger rentiert, an dieser Messe als Aussteller teilzunehmen, wenn Sie nicht den Schwerpunkt auf osteuropäische Literatur gelegt haben oder im Einzugsgebiet Leipzig wohnen.
Mit circa 250, - DM Standgebühr für einen Kleinstand (4-5 m2) ist die Teilnahme an der Messe zwar recht kostengünstig zu realisieren, aber normalerweise kommen dazu noch die Anfahrts- und Übernachtungskosten.
Der ideelle Träger dieser Messe ist der Börsenverein des Deutscher Buchhandels, Veranstalter aber ist die [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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24. Mainzer Minipressenmesse


Die Teilnahme an der alle zwei Jahre stattfindenden Mainzer Minipressenmesse, der internationalen Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen, war stets kostenlos. Dies hat sich mit der 12. Messe (1993), für die erstmals eine Anmeldegebühr erhoben wurde (zur Zeit 60,- DM), geändert. Nichtsdestotrotz stellt diese Messe eine sehr preiswerte Möglichkeit dar, seine Produktion einem breiten Publikum vorzustellen und zu verkaufen.
Interessenten wenden sich an das [Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

Im Jahr 1970 wurde diese Messe von Norbert Kubatzky aus der Taufe gehoben. Nach vielen verschiedenen Standorten hat sich inzwischen das Rheinufer hinter dem Mainzer Rathaus als Ausstellungsplatz etabliert. Dort findet die mit über 300 Ausstellern - auch aus dem Ausland - besetzte Minipressenmesse in Zelten statt. Begleitende Veranstaltungen wie Lesungen und Seminare für Kleinverleger (kostenlos) ergänzen diese interessante Veranstaltung.

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25. Verzeichnis Lieferbarer anderer Bücher (VLaB)


Das Verzeichnis Lieferbarer anderer Bücher erschien 1993 als Katalog zur 12. Minipressenmesse (siehe oben). Sein Vorläufer ist das Verzeichnis Lieferbarer alternativer Bücher, das als Katalog zur Frankfurter Gegenbuchmesse 1985 zum letzten Mal von der éditions trèves herausgebracht wurde.
Der Katalog enthält neben Verlagsanschriften (Inserenten und Aussteller) mit Kurzportraits sowie dem Anzeigenteil auch einen redaktionellen Teil, der eigenverantwortlich vom Minipressen-Archiv erstellt wird. Den größten Platz nehmen die Anzeigen in Anspruch.
Der Preis für eine Anzeigenseite beträgt für die Ausgabe 1995/96 169,- DM zuzüglich MwSt., wobei 1 Belegexemplar im Preis enthalten ist.
Der Ladenpreis liegt bei circa 36,- DM, der nächste Katalog erscheint voraussichtlich 1997 zur 14. Mainzer Minipressenmesse.

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26. Bartkowiaks forum book art


Das internationale Jahrbuch zeitgenössischer Handpressendrucke, Malerbücher, Künstlerbücher, Einblattdrucke, Mappenwerke und Buckobjekte erscheint seit 1988. Jede Ausgabe enthält reich bebilderte Beschreibungen der lieferbaren Werke, Neuerscheinungen und Subskriptionsangebote nebst Selbstdarstellungen der Künstler, Pressendrucker, Editionen und Verleger. Zur besseren Orientierung ist ein Autoren- und Künstlerregister angefügt.
Darüber hinaus bietet dieses interessante Kompendium der Handpressendrucke redaktionelle Beiträge, Messe- und Ausstellungstermine, Workshop-Ankündigungen, Berichte aus Museen und Bibliotheken, Fachbuch-Empfehlungen und weitere In formationen zum Thema Buchkunst.
Die Abonnenten erhalten als Treue-Bonus nicht nur einen Preisnachlaß (100,- gegenüber 120,- DM für den Doppelband), sondern in ihren Exemplaren sind auch unsignierte Originaldrucke beigebunden.
Diese Bibliographie, die in einer limitierten Auflage erscheint, ist ein wichtiges Nachschlagewerk für alle, die sich für moderne Bibliophilie interessieren.
Interessenten wenden sich an:
[Anschrift ist nur im Buch vorhanden]

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27. Literarisches Informationszentrum


Seit 1969 besteht das Literarische Informationszentrum des Josef Wintjes in [Anschrift ist nur im Buch vorhanden].
Es ist ein Sammelbecken der alternativen Literaturszene, dementsprechend ist das Angebot der Versandbuchhandlung, die neben gängigen Titeln sehr viele neue und antiquarische Bücher sowie Zeitschriften der literarischen Subkultur führt.
Interessant für Kleinverleger ist auch die Zeitschrift Impressum, ein literarischer Pressedienst für Autoren und Verleger, von der 6 Nummern pro Jahr erscheinen. Das Einzelheft kostet 8,50 DM, das Jahresabonnement 48,- DM.
Auf Anfrage wird Ihnen eine Anzeigenpreisliste zugesandt, preiswerte Kleinanzeigen sind auch möglich.

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28. Literaturbüros


Die Literaturbüros haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Literatur einer bestimmten Region auf vielfältige Weise zu fördern. So werden z.B. Literaturwettbewerbe veranstaltet, Autorengruppen betreut, Kontakte zwischen Verlagen und Autoren hergestellt, Lesungen organisiert und vieles mehr.
Das Engagement der einzelnen Literaturbüros ist unterschiedlich groß, dies hängt auch mit der finanziellen Ausstattung der Büros zusammen, die von Region zu Region sehr divergent ist. Es folgt ein unvollständiger Überblick über die Literaturbüros in Deutschland:
[Die Anschriften sind nur im Buch vorhanden]

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29. Literaturzeitschriften


Nutzen Sie Literaturzeitschriften als Werbemedium für Ihre Belletristik- und Lyriktitel. Dieses Medium ist zwar nicht mehr wie früher Forum für literarische Debatten - diese spielen sich heute in Feuilleton der Tages- und Wochenzeitungen ab -, aber trotz der kleinen Auflagen und der geringen Verbreitung dieser Zeitschriften können Sie davon ausgehen, daß die Leser dieser Publikationen zur Hauptzielgruppe Ihrer Bücher zählen. Außerdem sind die Anzeigenpreise dieser Blätter oft sehr günstig; ab 100,- DM pro Werbeseite, und damit auch für einen kleinen Verlag finanzierbar.

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30. Kultusministerien


Die Kultusministerien der einzelnen Bundesländer stellen aus Ihrem Etat durchaus Mittel für die Literaturförderung in Form von Druckkostenzuschüssen oder der Mitfinanzierung von Lesungen zur Verfügung. Nutzen Sie diese Möglichkeit und setzen Sie sich mit dem für Sie zuständigen Kultusministerium in Verbindung, auch wenn die zur Verfügung stehenden Mittel in den letzten Jahren rückläufig sind.
Auch Behörden des Kreises bzw. der Stadt in der Sie ihren Verlag betreiben, sollten Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen.

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30.1. Anschriften der Kultusministerien


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31. Rundfunk- und Fernsehanstalten


Durch die Etablierung von privaten Medienanbietern im Bereich von Rundfunk und Fernsehen hat sich der Anzahl der Programme wesentlich erhöht und damit - zumindest partiell - deren Informationsbedarf. Denken Sie nur an die allgegenwärtigen Talksshows, in die Sie vielleicht Ihre Autoren plazieren können. Beachten Sie aber auch, ob die jeweilige Sendung den entsprechenden Hintergrund für die Persönlichkeit Ihres Autors bzw. die Intention seines Buch bietet.

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31.1. Hörfunk/Fernsehen


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31.2. Rundfunk


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31.3. Fernsehen


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32. Satz per Computer (DTP)


Im Juli 1985 erschien mit dem Layoutprogramm Pagemaker von der Aldus Corporation für den Apple Macintosh das erste Desktop-Publishing (DTP)-Programm auf dem Markt. Nach und nach wurden solche Programme auch für andere Computersysteme entwickelt bzw. für diese adaptiert.
Die DTP-Programme ermöglichen die Gestaltung ganzer Seiten mit Texten, Graphiken und Bildern, die anschließend auf einem Laserdrucker oder einem Laserbelichter ausgegeben werden.
Dank der rasanten Entwicklung auf dem Computer- und Softwaremarkt ist eine DTP-Workstation bestehenden aus: einem PC mit großer Festplatte (besonders Graphiken haben einen hohen Speicherbedarf), einem Großbildschirm (auf dem zumindest eine DIN A4-Seite 1 : 1 dargestellt werden kann), einem Scanner (zur Digitalisierung von Fotos, Graphiken etc.) sowie einem Laserdrucker und dem entsprechenden DTP- Programm auch für einen Kleinverlag erschwinglich und aufgrund des Rationalisierungseffekts dringend zur Anschaffung zu empfehlen.
Denn inzwischen verfügen die meisten Autoren über einen Personal Computer (PC) und sind damit in der Lage, Ihre Manuskripte in elektronischer erfaßter Form mittels einer Diskette abzuliefern. Die herkömmliche (manuelle) Texterfassung entfällt damit. Sie können die von den Autoren gelieferten Dateien mit Hilfe Ihres DTP-Programms weiterverarbeiten und z.B. mit Graphiken und eingescannten Fotos kombinieren.
Anschließend geben Sie die gestalteten Seiten auf ihrem (am besten hochauflösenden) Laserdrucker aus oder senden die Datei an ein Belichtungsstudio, wo diese auf Fotopapier oder Film belichtet wird.
Wegen der geringen Kapitalbindung und den geringen Lagerkosten bietet sich bei bestimmten Publikationen (z.B. Ratgeber, die sehr häufig aktualsiert werden müssen) an, diese nur auf Nachfrage (Printing on Demand) auf dem Laserdrucker in niedriger Auflage auszugeben und anschließend mittels eines Bindegerätes mit einer Klebebindung zu versehen. Allerdings entspricht die Qualität einer solchen Produktion nicht der einer konven tionellen.

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33. Multiplikatoren


Multiplikatoren sind Menschen, die über einen großen Bekanntenkreis verfügen oder in der Lage sind, Ihren Büchern eine große Publizität zu verschaffen. Deshalb sollten Sie versuchen, diese Personen für Ihre Bücher zu interessieren, indem Sie ihnen z.B. kostenlos ein Exemplar ihrer Neuerscheinung zukommenlassen.
Multiplikatoren sind Journalisten, Buchhändler, Politiker, Pfarrer, Bibliothekare und andere Personen des öffentlichen Lebens.

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Weiterführende Literatur


Diese Bibliographie ist zur besseren Orientierung nach Sachgruppen geordnet, innerhalb der Sachgruppen nach dem Alphabet.

- Nachschlagewerke
Bibliographie der Buch- und Bibliotheksgeschichte (BBB)
. Bearb. v. Meyer, Horst. Bad Iburg: Bibliographischer Verlag. Band 12. 1992 mit Nachträgen aus den Jahren 1980-1991. (1994). 135,- DM. ISBN 3-923526-12- 1.

Dienstleister für Verlage 1994/95. Katalog. Stuttgart: Verband der Verlage u. Buchhandlungen in Baden- Württemberg. 25,- DM. Erscheint jährlich.

Dokumentation deutschsprachiger Verlage. Hrsg. v. Vinz, Curt/Olzog, Günter. 11. Ausg. München: Olzog 1992. 88,- DM. ISBN 3-7892-90001-7.

Hiller, Helmut: Wörterbuch des Buches. 5., voll. neu bearb. Aufl. Frankfurt: Klostermann 1991. 44,- DM. ISBN 3- 465-02511-3.

Presse-Taschenbuch Kultur + Kunst. Seefeld: Kroll Verlag. ISSN 0172-6498. ca. 36,- DM. Erscheint zweimal jährlich.

Rehm, Margarete: Lexikon Buch, Bibliothek, Neue Medien. München: Saur 1991. 58,- DM. ISBN 3-598-10851-6.

STAMM. Leitfaden durch Presse und Werbung. 47. Ausgabe. Essen: Stamm 1994. 189,- DM zzgl. Versand. Erscheint jährlich.

- Betriebskunde, Buchhandels- und Verlagspraxis
Bernecker
, Jürgen: Das moderne Antiquariat - Chancen und Märkte. Mainz: Mainzer Minipressenarchiv 1993. (Protokoll der Minipressen-Seminare; 1993,3). 10,- DM.

Bramann, Klaus Wilhelm/Merzbach, Joachim/Münch, Roger: Sortiments- und Verlagskunde. München: Saur 1993. (Grundwissen Buchhandel - Verlage; 2). 56,- DM. ISBN 3-598-20052-8.

Büchermacher der Zukunft. Marketing und Management im Verlag.Hrsg. v. Behm, Holger u.a. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1992. 29,80 DM. ISBN 3-534- 11867-7.

Ein-Blick-Rabatt-Tabelle. Überarb. 4. Aufl. Stuttgart: Fleischhauer & Spohn 1985. 9,80 DM. ISBN 3- 87230-504-2.

Göhler, Wolfgang: Buchführung. München: Saur 1984. (Grundwissen Buchhandel - Verlage; 3). 42,- DM. ISBN 3-598-20053-6.

Göhler, Wolfgang: Kaufmännisches Rechnen, Statistik. 3., neubearb. Aufl. München: Saur 1995. (Grundwissen Buchhandel - Verlage; 1). ISBN 3-598-200063-3.

Heinold, Erhardt: Bücher und Büchermacher. Was man von Verlagen und Verlegern wissen sollte. 4., überarb. Aufl. Heidelberg: Hüthig 1993. (Heidelberger Wegweiser). 29,80 DM. ISBN 3-8226-1592-7.

Mair, Stephanie: Formen der Verlagskooperation. Möglichkeiten und Grenzen. Wiesbaden: Harrassowitz 1988. (Buchwiss. Beiträge aus d. Deutschen Bucharchiv; 24). 42,- DM. ISBN 3-447-02838-6.

Michalowski, Bernhard: Stichwort: Buchhandel und Verlage. München: Heyne 1993. 9,80 DM. ISBN 3-453-07394- 0.

Plenz, Ralf: Kalkulation und Finanzierung im Kleinverlag. Mainz: Mainzer Minipressen-Archiv 1991. (Protokoll der Minipressen-Messe Seminare 1991; 1). 10,- DM.

Röhring, Hans-Helmut: Wie ein Buch entsteht. Eine Einführung in den modernen Buchverlag. 5., aktualis. u. erw. Aufl. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1992. 29,80 DM. ISBN 3-534-09383-6.

Schönstedt, Eduard: Der Buchverlag. Geschichte, Aufbau, Wirtschaftsprinzipien, Kalkulation u. Marketing. Stuttgart: Metzler-Poeschel 1991. 39,80 DM. ISBN 3-476-00741- 3.

Stöckle, Wilhelm: ABC d. Buchhandels. Wirtschaft., tech., rechtl. Grundbegriffe f. d. herstellenden u. verbreitenden Buchh. 8., überarb. u. erw. Aufl. München: Lexika Verl. 1992. 32,- DM. ISBN 3-89293-116-X.

Von Abo bis Zwibu. Stichworte, Tips und Informationen rund um's Verlegen. Hrsg.v . Arbeitskreis kleinerer Verlage. Frankfurt: Buchhändler-Vereinigung 1994. Schutzgebühr.

- Herstellung
Bilmann
, Karl/Nacke, Horst: Manuskriptrichtlinien. 2., neubearb. u. erw. Aufl. Düsseldorf: Werner 1986. 9,80 DM. ISBN 3-8041-1214-5.

Blana, Hubert: Die Herstellung. Ein Handbuch für die Gestaltung, Technik u. Kalkulation von Buch, Zeitschrift u. Zeitung. 3., überarb. Ausg. München: Saur 1993. (Grundwissen Buchhandel - Verlage; 5). 58,- DM. ISBN 3-598- 20062-5.

Blana, Hubert/ Fliegel, Peter/Kusterer, Hermann: Partner im Satz. Ein Handbuch für Autoren, Hersteller, Produktioner, Setzer. München: Saur 1988. 68,- DM. ISBN 3-598-10633-5.

Lexikon des grafischen Gewerbes. Erläuterungen von etwa 2700 Fachausdrücken. 7. Aufl. Frankfurt: Polygraph Verlag 1986. 10,- DM. ISBN 3-87641-215-3.

Plenz, Ralf: Buchherstellung. Leitfaden für Verleger, Lektoren und Hersteller. Itzehoe: Verlag Beruf u. Schule 1991. 49,- DM. ISBN 3-88013-457-X.

Stiebner, Erhard D.: Bruckmanns Handbuch der Drucktechnik. 5., überarb. u. erw. Aufl. München: Bruckmann 1992. 98,- DM. ISBN 3-7654-2481-1.

Stiehl, Ulrich: Die Buchkalkulation. Ein Lehr- u. Übungsbuch. Mit 75 Musterkalkulationen. 4., völlig überarb. u. stark erw. Aufl. Wiesbaden: Harrassowitz 1989. 74,- DM. ISBN 3-447-02908-0.

- Urheber- und Verlagsrecht
Delp
, Ludwig: Das Recht des geistigen Schaffens. Entstehung, Bestand, Tendenzen der autonomen u. antinomen Grundrechte, des Urheberrechts u. des Urheberrechtsvertrags. München: Beck 1993. 98,- DM. ISBN 3-406-37235-X.
Delp, Ludwig: Der Verlagsvertrag. Handbuch für die Praxis des Urhebervertragsrechts. 6., überarb. Aufl. München: Beck 1994. 148,- DM. ISBN 3-406-38135-9.

Fischer, Hermann Josef/Reich, Steven A.: Urhebervertragsrecht. München: Beck 1993. 24,- DM. ISBN 3-406-37806-4.

Haberstumpf, Helmut/Hintermeier, Jürgen: Einführung in das Verlagsrecht. Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 1985. 54,- DM. ISBN 3-534-09118-3.

Hubmann, Heinrich/Rehbinder, Manfred: Urheber- und Verlagsrecht. Ein Studienbuch. 7., neubearb. Aufl. München: Beck 1991. 39,80 DM. ISBN 3-406-35292-8.

Loewenheim, Ulrich: Urheberrechtliche Grenzen der Verwendung geschützter Dokumente in Datenbanken. Stuttgart: Schäffer-Poeschel 1994. (AfP-Praxisreihe). 54,- DM. ISBN 3-8202-0961-1.

Oeping, Martina M.: Rechte und Lizenzen. Mainz: Mainzer Minipressen-Archiv 1993. (Protokoll der Minipressen-Seminare; 1993,2). 10,- DM.

Püschel, Heinz: Urheberrecht im Überblick. Eine Einführung in das Urheberrechtsgesetz. Mit der Richtlinie der EG über den Rechtsschutz von Computerprogrammen. Freiburg i.Br.: Haufe 1991. 24,80 DM.

Rechtsprobleme des elektronischen Publizierens. Hrsg. v. Fiedler, Herbert. Köln: O. Schmidt 1992. (Informationstechnik und Recht; 3). 48,- DM. ISBN 3-504-67002- 9.

Schulze, Gernot: Meine Rechte als Urheber. Urheber- und Verlagsrecht. München: dtv 1991. (dtv; 5291). 10,80 DM. ISBN 3-423-05291-0.

Urheber- und Verlagsrecht. Urheberrechtsgesetz, Verlagsgesetz, Recht d. urheberrechtl. Verwertungsges., Internation. Urheberrecht. Mit d. Regelung über die Kopierabgabe. 6. Aufl. München: dtv 1994. (dtv; 5338). 14,80 DM. ISBN 3-423-05538-3.

- Werbung
Bork
, Ernst Wilhelm: PR im Buchhandel. Öffentlichkeitsarbeit im Sortiment und Verlag von A-Z. München: Lexika Verlag 1979. 30,- DM. ISBN 3-89293-059-7.

Ramsauer, Ulrike: PR und Öffentlichkeitsarbeit in Kleinverlagen. Mainz: Mainzer Minipressen-Archiv 1991. (Protokoll der Minipressen-Messe Seminare 1991; 3). 10,- DM.

Wolff, KD: PR und Öffentlichkeitsarbeit in Kleinverlagen. Mainz: Mainzer Minipressen-Archiv 1991. (Protokoll der Minipressen-Messe Seminare 1991; 4). 10,- DM-.

- Vertrieb
Bartels
, August: Vertrieb und Werbung im Buchverlag. Düsseldorf: Verlag Buchhändler heute 1991. (Fachwissen Buchhandel und Verlag). 48,- DM. ISBN 3-920514-21- 1.

Horn-Rumold, Bodo: Der Vertrieb von Büchern. Mainz: Mainzer Minipressen-Archiv 1991. (Protokoll der Minipressen-Messe Seminare 1991; 2). 10,- DM.

- Geschichte des Buchhandels
Auf Verlegers Rappen.
Verlagsvertreter berichten von ihren Begegnungen mit Buchhändlern, Verlegern und Autoren. Hrsg. v. Jordan, Hans. 2., erw. Aufl. Stuttgart: Metzler 1994. 39,80 DM. ISBN 3-476-01239-5.

Funke, Fritz: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. 5., neubearb. Aufl. München: Saur 1992. 78,- DM. ISBN 3-598-11051-0.

Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. Ein Überblick. München: Beck 1991. 48,- DM. ISBN 3- 406-35425-4.

-Alternative Kleinverlage
Volpers
, Helmut: Alternative Kleinverlage in der Bundesrepublik Deutschland. Geschichte, Programmangebot, Produktions- und Distributionsbedingungen. Göttingen: Davids Drucke 1986. (Andere Perspektiven; 2). 24,80 DM. ISBN 3-921860-27-X.


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